Elternvortrag - Medien aber sicher!

Geschwister-Scholl-Realschule informiert über Chancen und Risiken im Netz.

 

 

 

Fast voll besetzt mit Lehrern und Eltern der fünften Klassen war die Aula der Geschwister-Scholl-Realschule bei dem Vortrag über Medien und soziale Netzwerke, der seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der Elternarbeit an der Riedlinger Realschule Riedlingen darstellt. Der medienpädagogische Berater des Kreismedienzentrums Biberach Hermann Schnirring bot einen Einblick in die Medienwelten der Kinder und Jugendlichen und erläuterte schwerpunktmäßig die positiven und negativen Aspekte sozialer Netzwerke wie Facebook und WhatsApp.

 

 

 

Dabei warnte er davor, die Nutzung  der neuen Medien zu verteufeln, bieten sie doch viele Möglichkeiten, wo früher, gerade im ländlichen Raum, Grenzen gesetzt waren. Andererseits zeigte er auch anhand anschaulicher Beispiele Risiken, Gefahren und Missbrauch auf. Internet, Smartphone, Soziale Netzwerke – Kinder werden in die Welt mit Medien hineingeboren und können sich ein Leben ohne diese gar nicht mehr vorstellen. Eltern und Lehrer stehen somit in der Erziehung der Kinder vor neuen Herausforderungen.

 

 

 

Jugendliche nutzen das Internet vor allem zur Kommunikation und haben mittlerweile mit dem Smartphone kostenlos Zugang ins Internet. Die Eltern haben dadurch immer weniger Kontrolle und können ihre Kinder folglich immer weniger vor Gefahren im Netz schützen wie Abzocke beim Online-Kauf, Verletzung von Datenschutz sowie Persönlichkeits- und Urheberrechten, Pornografie, Rassismus, Gewaltverherrlichung, Suchtgefahr u.a.

 

 

 

Umso wichtiger ist es, Kinder für einen angemessenen Umgang mit Medien frühzeitig fit zu machen. Eltern sollten sich für die Internetaktivitäten ihrer Kinder interessieren, z.B. wie diese sich selbst im Netz darstellen, und mit ihnen Regeln für die Internetnutzung vereinbaren. Auch ist es wichtig, mit ihnen über Risiken zu sprechen sowie über Möglichkeiten, wie die Privatsphäre geschützt werden kann.  

 

Statt Verbote auszusprechen sollte man mit dem Nachwuchs verbindliche  Absprachen treffen, z.B. in Form von „Smartphone-Verträgen“ bezüglich Zeit und Internetnutzung. Besonders hilfreich wäre es, wenn Eltern sich zusammentun, sodass im Freundeskreis oder auch innerhalb einer „Klassen-WhatsApp-Gruppe“ dieselben Regeln gelten.

 

 

 

Nach vielen Nachfragen und Anregungen der Eltern am Schluss der Veranstaltung bedankte sich Schulleiter Werner Rieber bei dem Referenten für die bestens aufbereiteten und aktuellen Informationen und bei den Eltern für das gezeigte Interesse und wies darauf hin, dass der Versuch, die Kinder zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Medien zu erziehen und sie möglichst gut zu schützen, am besten gelingt, wenn Eltern, Lehrer und Schulsozialarbeit eng zusammenarbeiten.